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Gehalt Assistenz der Geschäftsführung 2026 – was Sie wirklich verdienen sollten.

Von Constanze Wiedermann | Gründerin SÜDPOOL PERSONALKONZEPTE | Personalberaterin & Karrierecoach für Executive Assistants


Seit über 25 Jahren spreche ich mit Assistenzen über Gehalt. Als Führungskraft bei Accenture, wo ich ein Team von 45 C-Level Executive Assistants geführt habe. Als Personalvermittlerin, die täglich Kandidatinnen und Unternehmen zusammenbringt. Als Karrierecoach, die weiß, was am Markt wirklich möglich ist.

Wenn Assistenzen mich fragen, was sie verdienen sollten, gebe ich selten eine Zahl als Erstes. Ich stelle eine Gegenfrage: Was genau tun Sie – und für wen?

Denn „Executive Assistant" ist eine der am stärksten unterschätzten und gleichzeitig am breitesten definierten Berufsbezeichnungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Zwischen einer Assistenz der Geschäftsleitung in einem mittelständischen Unternehmen und einer persönlichen Assistentin eines DAX-Vorstands liegen Welten – nicht nur in der Aufgabe, sondern auch im Gehalt.

Dieser Artikel gibt Ihnen eine ehrliche, marktnahe Einschätzung – auf Basis von 25 Jahren Erfahrung im Executive Support, direktem Kontakt zu Unternehmen und Kandidatinnen in München und der DACH-Region und konkreten Mandaten aus meiner täglichen Arbeit.

Keine Hochglanz-Gehaltsreports. Keine Durchschnittswerte, hinter denen sich alles und nichts verbirgt. Sondern das, was ich wirklich sehe.


Was eine Executive Assistant in München 2026 verdient – die ehrlichen Zahlen


Einstieg: 38.000 – 48.000 € brutto jährlich

Wer mit zwei bis vier Jahren Erfahrung in einer Assistenzrolle in München startet – noch nicht auf C-Level-Ebene, aber mit klarem Entwicklungspotenzial – bewegt sich in dieser Spanne. Vollzeit, ohne Führungsverantwortung, in einem mittelständischen Unternehmen oder einem größeren Konzern ohne direkte Vorstandsanbindung.

Wichtig: Wer in München mit unter 38.000 Euro für eine Vollzeitstelle im Assistenzbereich einsteigt, sollte das sehr bewusst tun – und wissen warum.


Erfahren: 50.000 – 68.000 € brutto jährlich

Das ist die Spanne, in der sich der Großteil der erfahrenen Executive Assistants bewegt – mit fünf bis zehn Jahren Berufserfahrung, direkter Anbindung an die Geschäftsführung, eigenverantwortlichem Arbeiten und ausgeprägter Vertrauensposition.Wer hier unter 50.000 Euro verdient, hat entweder nicht verhandelt – oder arbeitet in einer Unternehmenskultur, die den Wert dieser Rolle nicht vollständig versteht.


Senior / C-Level Executive Assistant: 65.000 – 90.000 € brutto jährlich

Diese Spanne gilt für Assistenzen, die direkt mit Vorständen, Gesellschaftern oder Geschäftsführern auf höchster Ebene arbeiten – in internationalen Konzernen, Private-Equity-Umfeldern oder Family Offices. Mehrsprachigkeit, strategisches Mitdenken und absolute Diskretion sind hier keine Extras, sondern Grundvoraussetzung.

In Family Offices oder PE Umfeld mit sehr hohem Vertrauensniveau und breitem Aufgabenspektrum – sind auch Pakete über 90.000 Euro realistisch.


Chief of Staff: 80.000 – 110.000 € und darüber hinaus

Die Chief-of-Staff-Rolle ist keine klassische Assistenzposition mehr – sie ist eine Führungsrolle mit strategischem Gewicht. Wer Projekte steuert, Entscheidungen vorbereitet und als verlängerter Arm der Geschäftsführung agiert, sollte das auch im Gehalt abgebildet sehen.

Position

Erfahrung

Gehaltsspanne München

2026


Junior / Team Assistant

1–3 Jahre

35.000 – 45.000 €


Executive Assistant

4–8 Jahre

50.000 – 68.000 €


Senior Executive Assistant

8+ Jahre, C-Level

65.000 – 85.000 €


EA in Family Office / PE

5+ Jahre, diskret

70.000 – 95.000 €


Chief of Staff

7+ Jahre, strategisch

80.000 – 110.000 € +



Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf Bruttojahresgehalt ohne Bonus, München und Umgebung, Stand 2026. Zusatzleistungen wie Bonus, Firmenwagen, ÖPNV-Zuschuss oder flexible Arbeitsmodelle können das Gesamtpaket erheblich verändern.

Was das Gehalt einer Executive Assistant wirklich bestimmt – die 6 entscheidenden Faktoren


1. Die Ebene der Führungskraft, der Sie zugeordnet sind

Das ist der stärkste Einzelfaktor. Wer direkt einem Vorstandsvorsitzenden oder Gesellschafter zugeordnet ist, trägt eine andere Verantwortung – und sollte das im Gehalt spiegeln – als jemand, der einer Bereichsleitung assistiert. Die Hierarchieebene definiert nicht nur den Aufgabenumfang, sondern auch das Vertrauensniveau und die Diskretion, die erwartet wird.


2. Internationale Anforderungen & Sprachen

Fließendes Englisch ist in vielen Münchner Unternehmen heute Standard – kein Differenzierungsmerkmal mehr. Was zählt: Verhandlungssicheres Englisch in einem tatsächlich internationalen Umfeld, eine dritte Sprache, Erfahrung mit internationalen Reisen und Gästen auf höchstem Niveau. Das schlägt sich spürbar im Gehalt nieder – oft 8.000 bis 15.000 Euro Unterschied zur einsprachigen Vergleichsposition.


3. Branche und Unternehmenstyp

Family Offices, Private Equity, internationale Unternehmensberatungen und Finanzdienstleister zahlen in München strukturell besser als viele andere Branchen. Das liegt nicht nur am Budget – sondern an den Anforderungen, die diese Umfelder stellen: Diskretion, Flexibilität, Belastbarkeit und ein Auftreten, das auf höchstem Niveau funktioniert.


4. Eigenverantwortung und Entscheidungsspielraum

Eine Assistenz, die mitdenkt, priorisiert, vorausschaut und Entscheidungen vorbereitet, ist etwas anderes als jemand, der Aufgaben abarbeitet. Wenn Sie nachweisen können, dass Sie Ihrem Vorgesetzten echten Freiraum verschaffen – strategisch, nicht nur organisatorisch – ist das ein direktes Gehaltsargument.


5. Münchner Marktlage 2026

München ist einer der teuersten und gleichzeitig wettbewerbsstärksten Arbeitsmärkte in Deutschland. Qualifizierte Executive Assistants auf C-Level-Ebene sind knapp – und das spiegelt sich in den Gehältern. Unternehmen, die glauben, eine erfahrene C-Level-Assistenz für 45.000 Euro zu finden, werden enttäuscht – oder finden jemanden, der nicht passt.

Das ist keine Meinung. Das ist Marktlage.


6. Wie gut Sie verhandeln

Dieser Punkt wird systematisch unterschätzt. Viele Assistenzen verhandeln nicht – aus Bescheidenheit, aus Unsicherheit oder weil sie nicht wissen, was der Markt wirklich hergibt. Das kostet über eine Karriere hinweg substanzielle Summen.

Die gute Nachricht: Verhandeln ist eine Fähigkeit, keine Charaktereigenschaft. Sie lässt sich lernen. Und ich helfe dabei.


Die häufigsten Gehaltsfehler – und wie Sie sie vermeiden


Fehler 1: Das aktuelle Gehalt als Anker nehmen

Der häufigste und teuerste Fehler. Was Sie bisher verdient haben, ist kein Maßstab für das, was Sie verdienen sollten. Der Markt bestimmt den Wert – nicht die Vergangenheit. Wer mit „ich verdiene aktuell X, ich würde gerne Y" in eine Verhandlung geht, schwächt seine Position von Anfang an.


Fehler 2: Das Gesamtpaket ignorieren

Gehalt ist nicht alles. 60.000 Euro mit 30 Tagen Urlaub, Homeoffice-Option, Weiterbildungsbudget und Bonusregelung kann besser sein als 68.000 Euro ohne alles. Rechnen Sie das Gesamtpaket durch – und verhandeln Sie es als Ganzes.


Fehler 3: Zu früh eine Zahl nennen

Wer in einem Erstgespräch sofort eine Zahl nennt, bevor das Aufgabenprofil vollständig klar ist, verschenkt Verhandlungsspielraum. Fragen Sie zuerst: Was umfasst die Rolle genau? Welche Verantwortung ist damit verbunden? Erst dann können Sie eine fundierte Zahl nennen.


Fehler 4: Den verdeckten Markt ignorieren

Viele der gut bezahlten Positionen in München werden nie öffentlich ausgeschrieben. Sie entstehen im Netzwerk und werden besetzt, bevor eine Anzeige erscheint. Wer nur auf Jobportalen sucht, sieht einen Bruchteil des Marktes – und oft nicht den attraktivsten Teil.


Was das für Unternehmen bedeutet – ein Wort in eigener Sache

Wenn Sie als Führungskraft oder HR-Verantwortlicher diesen Artikel lesen: Die Zahlen oben sind keine Wunschliste. Sie sind Marktlage.

Unternehmen, die versuchen, eine erfahrene C-Level Executive Assistant mit einem Budget zu besetzen, das zwei Gehaltsstufen zu tief ansetzt, werden eines von drei Ergebnissen erleben: Sie finden niemanden. Sie finden jemanden, der nach sechs Monaten weitergeht. Oder sie finden jemanden, der nicht passt.

Eine realistische Gehaltserwartung ist kein Verhandlungsstartpunkt – sie ist Grundlage für eine nachhaltige Besetzung.

Ich sage das nicht, um zu provozieren. Ich sage es, weil ich es täglich sehe.


Mein Fazit – und was Sie jetzt tun können

Das Gehalt einer Executive Assistant in München 2026 ist kein Zufallsprodukt. Es ist das Ergebnis von Marktlage, Erfahrung, Verhandlungskompetenz – und der Frage, ob Sie die richtigen Menschen kennen, die Ihnen sagen, was wirklich möglich ist.

Wenn Sie als Assistenz wissen möchten, wo Sie im Markt stehen – kommen Sie auf mich zu. Ich gebe Ihnen eine ehrliche Einschätzung. Kostenlos, unverbindlich, auf Augenhöhe.

Wenn Sie als Unternehmen eine Position besetzen möchten und wissen wollen, was realistisch ist – sprechen Sie mit mir. Ich spare Ihnen Zeit, Enttäuschungen und im Zweifel eine Fehlbesetzung.


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